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Die 4BHIF besucht das Bezirksgericht Villach

Christian Pirngruber und Roman Popov, 4BHIF |

Die 4BHIF hatte kürzlich die Möglichkeit, das Bezirksgericht in Villach zu besuchen und an einem Vormittag an diversen Verhandlungen teilzunehmen. Durch die Bezirksrichterin Mag. Sabine De Cecco-Wilding hat unsere Klasse einen großartigen Einblick in den Gerichtsalltag bekommen. Wir erfuhren was ein Richter macht, wie er zum Richter wird und welche unterschiedlichen Aufgabenbereiche es gibt.

Welche Verhandlungen haben wir zu sehen bekommen?

An diesem Tag gab es Fälle wie Raufereien, Drogenkonsum, Drogenhandel als auch eine Amtsanmaßung. Bei letztgenannter Verhandlung gab sich ein Mann als Drogenfahnder aus und verursachte mit einem illegal erworbenen Polizeifunkgerät einen Großeinsatz. Dieser Angeklagte wurde von zwei Justizwachebeamten direkt aus dem Gefängnis vorgeführt.

Bei einer Straftat der Urkundenunterdrückung in einem Scheidungsfall sahen wir auch einen Rechtsanwalt, der aktiv seine Mandantin vertrat.

Am Ende einer jeden Verhandlung baten die Angeklagten um ein wohlwollendes Urteil, welches dann von der Bezirksrichterin verkündigt wurde. Zum Zweck der Urteilsverkündung mussten sich alle im Gerichtssaal von ihren Plätzen erheben.

Wie sieht ein Verhandlungsraum im Bezirksgericht aus?

Direkt gegenüber der Richterin nimmt entweder ein Zeuge oder der Angeklagte zur Befragung Platz. Am linken Tisch sitzt der Kläger (bei zivilrechtlichen Verfahren ist es eine Privatperson und bei strafrechtlichen Verfahren ist es der Staatsanwalt). Am rechten Tisch nimmt der Angeklagte und sein Anwalt Platz. In der Mitte des großen Richtertisches mit 3 Stühlen sitzt die Richterin bzw. der Richter, welcher bei Bedarf auf der rechten Seite einen Dolmetscher und auf der linken Seite einen Protokollführer hinzuziehen kann.

Alles in allem war es sehr spannend und lehrreich mit anzusehen, wie ein Gerichtsverfahren abläuft.

Christian Pringruber und Roman Popov, 4BHIF