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Die HTL Villach ist mit allen Abteilungen aktiv und mitbestimmend an der Ausarbeitung der österreichweiten Bildungsstandards beteiligt.

Was sind Bildungsstandards?

Weshalb wurden und werden sie entwickelt?

Die Qualität einer Ausbildung ist im Regelfall nur dann aussagekräftig, wenn sie nachvollziehbar, vergleichbar ist.

Rückmeldungen der Absolventinnen und Absolventen oder ihrer Wirkungs- bzw. Weiterbildungsstätten sind dahingehend enorm hilfreich, erfolgen jedoch stark zeitverzögert und in unterschiedlichster Form.

Aus diesem Grund wurden und werden österreichweit Kernkompetenzen definiert, die bei Abschluss einer jeweiligen Ausbildungsstufe erreicht werden sollen. Diese Kompetenzen werden durch standardisierte Überprüfungen im letzten Ausbildungsjahr abgefragt und stellen somit die Bildungsstandards dar.

Grundsätzlich sind die Bildungsstandards am Lernergebnis - am Output - orientiert, was im Vergleich zum bisherigen input-orientierten Rahmenlehrplan eine tiefgreifende Systemumstellung bedeutet. So sind auch die neuen Lehrpläne entsprechend anders konzipiert und zielen auf fächerübergreifende - und vor allem nachhaltige - Kompetenzen ab.

Bildungsstandards der Berufsbildung

Die Bautechnik war eine der beiden ersten Arbeitsgruppen in Österreich, die Bildungsstandards für die Berufsbildung entwickelt hat.

Auf Initiative des Abteilungsvorstandes Otmar Miklautsch ist die HTL Villach mit den Kollegen Roman Karas und Peter Klammer von Beginn an und führend an der Entwicklung beteiligt.

Nach der Erarbeitung des berufsfeldbezogenen Kompetenzmodells und der veranschaulichenden Unterrichtsbeispiele wurden diese im Schuljahr 2008/2009 österreichweit pilotiert. Anschließend an die Auswertung dieses Testlaufs wird die Arbeitsgruppe Bautechnik die Standards überarbeiten und für den kompetenzorientierten Unterricht freigeben.

Im Schuljahr 2008/2009 erfolgte die Einbindung der Arbeitsgruppen EDVO (Informationssysteme - mit den Kollegen Gerald Ortner, Ludwig Reichmann und Friedrich Wehr) sowie IT (Software-Entwicklung - mit den Kollegen Alexander De Vora, Robert Hufsky und Harald Wolf) in den Bildungsstandards-Prozess, im Schuljahr 2009/2010 die Einbindung der Arbeitsgruppe Innenraumgestaltung (mit den Kollegen Georg Zimmermann und Gottfried Pichler). Auf Basis dieser intensiven Mitwirkung ist das Thema Standardisierung seit geraumer Zeit an der HTL Villach präsent und wird breit diskutiert.

Dadurch intensivieren sich in allen Abteilungen die konkreten Bemühungen der Kolleginnen und Kollegen, ihre Unterrichtsinhalte aufeinander abzustimmen und grundsätzliche Kompetenzen zu definieren, die im jeweiligen Gegenstand und Jahrgang von den Schülerinnen und Schülern erreicht werden sollen.

Gegenstandsbezogene Kleingruppen (z.B. Stahlbetonbau, Statik, Stahl- und Holzbau, Programmieren, Angewandte Datentechnik,...) treffen einander regelmäßig, um eine möglichst einheitliche Vorgangsweise im jeweiligen Unterrichtsgegenstand bzw. Jahrgang zu erreichen.

Parallel dazu entstehen sukzessive eine beispielhafte Unterlagen- und Mitschriftensammlung sowie gegenstandsspezifische Skelettskripten.
Abteilungsinterne Abstimmungsprozesse werden teilweise bereits durch EDV-unterstützte vernetzte Lehrplankonzeptionen verbessert.


Auch für die Schülerinnen und Schüler ergeben sich dadurch enorme Vorteile:

Die Wissensgebiete greifen intensiver ineinander, die Vernetzungen werden klarer erkennbar, und das Erlernte ist leichter einzuordnen.

Der kompetenzorientierte Unterricht tendiert zu fächerübergreifenden Projekten, in denen die Wissensvermittlung nicht durch den starren Stundenplan zerstückelt wird.

Auch lässt sich viel konkreter nachvollziehen, welches jeweilige Leistungsniveau mindestens erreicht werden muss.

Leitideen

(aus: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.bildungsstandards.berufsbildendeschulen.at/de/leitideen.html )

Die Bildungsstandards der Berufsbildung fokussieren auf die Abschlussqualifikationen. Sie stellen Kernbereiche des Unterrichts lernergebnis­orientiert dar und schaffen somit die Grundlage für die Implementierung eines kompetenz-orientierten Unterrichts (Orientierungsfunktion für den Unterricht).

Durch die Formulierung von gemeinsamen Kernbereichen und durch kompetenz-orientierten Unterricht wird die Voraussetzung für eine österreichweite Evaluierung des berufsbildenden Unterrichts geschaffen (Evaluierungsfunktion auf Systemebene). In Verbindung mit der Befragung von Absolvent/innen erhält man darüber hinaus ein umfassendes Systemfeedback, das die erforderlichen Hinweise liefert, um steuernd auf das System einwirken zu können (wirkungsorientiertes Bildungsmanagement). Bildungsstandards werden im Bereich der Berufsbildung schließlich auch als Weiterentwicklung der Transparenzinstrumente aufgefasst, die in Form der Zeugniserläuterungen weitgehend umgesetzt wurden (Informationsfunktion).

Die schulautonomen Gestaltungsfreiräume der Schulen werden durch die Implementierung von Bildungsstandards selbstverständlich nicht eingeschränkt.

weitere Informationen:

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/ba/bildungsstandards.xml

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://www.bildungsstandards.berufsbildendeschulen.at/de/home.html

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://www.bifie.at/bildungsstandards