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Schuldnerberatung Kärnten in der HTL Villach – Abteilung Informatik

Datum: 29.11.2018
Kategorie: Informatik InformatikInformatik & Management
Von: Marcel Maier, 3BHIF

Am Montag, dem 12.11.2018 bekam die 3BHIF, im Rahmen des BWM-Unterrichts, Besuch von Herrn Marco Sommer von der Schuldnerberatung Kärnten, um mehr über das Thema „Privatkonkurs“ zu erfahren.

(Bild: Lukas Schaffer)

(Bild: Lukas Schaffer)

In diesem Vortrag ging es darum, was die häufigsten Gründe für eine Verschuldung sind und wohin man sich wenden kann, wenn eine Beratung nötig ist.

Die Schuldnerberatungsstelle gibt es seit 1989 und wird vom Land Kärnten finanziert. Seit 1995 besteht die Möglichkeit auch für Privatpersonen in Konkurs zu gehen. Seit diesem Zeitpunkt sind mehr als 100.000 Österreicher in Konkurs gegangen (in Kärnten sind es etwas mehr als 10.000).

Die sogenannten „Big Five“, also die fünf häufigsten Gründe für Schulden sind:

  1. Arbeitslosigkeit
  2. ehemalige Selbstständigkeit
  3. gefährlicher Umgang mit Geld
  4. Scheidung oder Trennung
  5. Hausbau oder Kauf eines Hauses.

Der höchste Schuldenstand einer Person, die in Privatkonkurs gegangen ist belief sich auf 44 Mio. Euro. 

Wenn eine Person in Privatkonkurs geht, wird ein Vermögensverzeichnis erstellt. Danach überprüft der Exekutor, ob es pfändbare Titel gibt, die sich im Eigentum des Schuldners befinden. In dieser Situation darf man alles behalten, was für eine bescheidene Lebensführung notwendig ist, der Rest wird gepfändet. Es wird ein Zahlungsplan für 5 Jahre aufgestellt, dem die Mehrheit der Gläubiger zustimmen muss. Ist dies nicht der Fall kommt es zu einem Abschöpfungsverfahren. Durch eine Reform im heurigen Jahr wurde die Frist für einen Privatkonkurs von 7 auf 5 Jahre reduziert und eine Quote von 10% ist ab diesem Zeitpunkt auch nicht mehr nötig. Seit dieser Änderung ist die Anzahl der Privatkonkurse stark angestiegen.

Der Vortrag war sehr interessant, und Herr Sommer beantwortete auch viele Fragen, die von der Klasse gestellt wurden.

Autor: Marcel Maier