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Barbara-Fahrt 2018/2019

Datum: 25.12.2018
Kategorie: Tiefbau Tiefbau
Von: Roman Karas

Für die 4. und 5. Jahrgänge der Abteilung Tiefbau ging es ab 5. November 2018 im Rahmen der Barbara-Fahrt, die ganz im Zeichen von BIM stand, nach Wien.

BIM steht für Building Information Modeling und damit für einen Umbruch unserer Baukultur in Mitteleuropa. Das Ziel ist es, sämtliche Daten auf einem Server bereitzustellen. Das 3D-Modell eines Bauwerks wird mit dem Bauablauf (4D), den Kosten (5D) und den Lebenszykluskosten (6D) hinterlegt. Um dies zu ermöglichen, bedarf es Schnittstellen, an denen intensiv gearbeitet wird.

Auf dem Weg nach Wien wurde ein Stop in Mürzzuschlag eingelegt, wo wir das Südbahn-Museum besuchten. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern die österreichische Eisenbahngeschichte nähergebracht. Weiters lieferte die Infobox interessante Einblicke in den Bau des Semmeringbasistunnels. Mit diesem Tunnel wird Gloggnitz mit Mürzzuschlag kurzgeschlossen und bildet damit einen wesentlichen Bestandteil der baltisch-adriatischen Achse.

Am nächsten Tag standen in Wien eine kurze Innenstadtführung und danach die Brueghel-Ausstellung im Kunsthistorischen Museum am Programm. Im Anschluss ging es zum Ausbau der Pottendorfer Linie. Durch den 2-gleisigen Ausbau wird diese zu einer Hochleistungstrecke und damit zu einem weiteren Bestandteil des TEN-V (transeuropäische Netze für den Verkehr). Besonders hervorzuheben sind die individuell gestalteten Bahnhöfe Achau, Münchengraben und Hennersdorf. Dabei wurde auf die Anliegen der Anrainer, der beeinträchtigten Personen und auf die Verkehrssicherheit Rücksicht genommen. Der Tag endete mit dem Besuch des MAKs (Museum angewandter Kunst) zum Thema Schönheit.

Am Mittwoch gewährte die Strabag einen Einblick in ihre BIM-Forschungen. Der Fortschritt umfasst derzeit die Visualisierung samt einiger verknüpfter Informationen. Intensiv wird an den Schnittstellen und an dem benötigten Datenvolumen gearbeitet. Gegen Nachmittag besuchten wir die Baustelle des TRIIIPLE-Projekts, wo wir die seltene Chance wahrnehmen konnten, die Arbeit eines Schlitzwandgreifers zu beobachten.

Am darauffolgenden Tag wurden wir in die Zentrale der ASFiNAG eingeladen. Auch dort stand der Besuch unter dem Motto Building Information Modeling. Präsentiert wurden der derzeitige Entwicklungsstand, die Ziele und einige Pilotprojekte. Gegen Nachmittag fuhren wir in Richtung Bruck an der Leitha, um die Baustelle der größten Autobahnmeisterei zu besichtigen. Besonderes Highlight war der virtuelle Rundgang durch das fertige Areal mit einer VR-Brille.
Nach dem Besuch des Technischen Museums in Wien ging es am Freitag wieder zurück nach Kärnten.

Die Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Jahrgänge bedanken sich für die vielen Impressionen und für eine wirklich gelungene Reise.

Text: Chris Wagner, 5AHBTT
Fotos: Alexander Wachernig, 4AHBTT