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Da wird gerüttelt und gestopft

Datum: 14.06.2018
Kategorie: Tiefbau Tiefbau
Von: Roman Karas

Schüler/innen der 3BHBT und 4AHBTT besichtigten zwei Baustellen in Klagenfurt und Annenheim und lernten das Rüttelstopfverfahren und das Verfahren zur Herstellung von Betonstopfsäulen kennen.

Am 14.06.2018 konnten die Schüler/innen der 3BHBT und 4AHBTT auf Einladung der Fa. Keller Grundbau GmbH, Ing. Christian Oberhofer, zwei Verfahren des Spezialtiefbaus zur Verbesserung des Untergrundes besichtigen:

Die erste Baustelle in Annenheim lag im Verlandungsgebiet des Ossiacher Sees. Dementsprechend feinkörnige, setzungsempfindliche und wassergesättigte Untergrundverhältnisse bilden den dortigen Baugrund. Geplant ist die Errichtung einer mehrgeschossigen Wohnanlage.

Rüttelstopfverfahren.
Zur Verbesserung des Untergrundes kommt das Rüttelstopfverfahren zur Anwendung. Hierbei werden mit einem Schleusenrüttler Säulen aus Kies in den Untergrund eingebaut. Der zylindrische Rüttler wird in den Untergrund vorgetrieben, das Zugabematerial (Kies, Kantkorn) tritt mit Druckluftunterstützung an der Rüttlerspitze aus. Beim Rüttelstopfverfahren wird schrittweise gearbeitet. Der beim Rüttlerhub austretende Kies wird beim Wiederversenken verdichtet und seitlich in den Boden verdrängt. Auf diese Weise entstehen Stopfsäulen, die im Verbund mit dem Boden die Lasten abtragen. Die Qualitätskontrolle erfolgt mit Rammsondierungen DPH gemäß ÖNORM EN ISO 22476-2.

Die Schüler/innen konnten die Arbeiten der Rüttelstopfmaschine beobachten, Ing. Oberhofer erläuterte Details zum Verfahren im Allgemeinen und zur Baustelle im Speziellen. Auch wurden die Schüler/innen in den Baucontainer eingeladen, um verfahrens- und projektrelevante Unterlagen zu studieren.

Herstellung von Betonstopfsäulen.
Die zweite Baustelle lag im Norden von Klagenfurt, in einem Gebiet von sehr locker gelagerten Untergrundverhältnissen. Dort soll ein mehrgeschoßiges Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen.

Zur Verbesserung der Untergrundverhältnisse kommt das Verfahren zur Herstellung von Betonstopfsäulen zur Anwendung. Die Herstellung dieser Gründungselemente erfolgt ähnlich dem zuvor beschriebenen Rüttelstopfverfahren. Als Zugabematerial wird in diesem Fall Beton eingebaut.

Die Schüler/innen konnten auch hier die Arbeiten zur Herstellung der Betonstopfsäulen unter den Ausführungen von Ing. Oberhofer beobachten.

Wir bedanken uns bei der Firma Keller Grundbau GmbH, Herrn Ing. Christian Oberhofer, für die großartige Möglichkeit, diese zwei Spezialtiefbauverfahren in deren Anwendung besichtigen zu können.

Christof PRASCHNIG