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Wenn Hochdruckdüsen zur Baugrubensicherung eingesetzt werden

Datum: 11.04.2018
Kategorie: Tiefbau Tiefbau
Von: Roman Karas

Die Tiefbau-Klassen besichtigten bei einem Megaprojekt in Klagenfurt die Baugrubensicherungen und „Gründungsmaßnahmen“.

Am 11.04.2018 besichtigten die Schüler/innen der 4AHBTT und 5AHBTT die tiefe Baugrube für das Projekt „Vitaneum“ im Stadtzentrum von Klagenfurt.

In der Nähe des Benediktinerplatzes wird ein mehrgeschoßiges Wohn- und Geschäftshaus errichtet. In unmittelbarer Nachbarschaft zu denkmalgeschützten Gebäuden entsteht hierfür eine dreigeschoßige unterirdische Tiefgarage. Demnach ist eine bis zu zehn Meter tiefe Baugrube herzustellen und zu sichern. Die Sicherung erfolgt nach dem Düsenstrahlverfahren über eine Bodenvermörtelung; die so entstandene Baugrubenwand wird mit Litzenankern rückverankert.

Injektionsmaßnahmen bei Sicherung der Baugrube.
Beim Düsenstrahlverfahren wird eine Lanze in den Boden gebohrt, und mit Hilfe eines Schneidstrahles wird der im Bereich des Bohrloches anstehende Boden aufgeschnitten. Dieser wird umgelagert und mit Zementsuspension vermischt. Nach Aushärten des Zement-Boden-Gemisches kann im Schutze dieser so entstandenen Säulen bzw. Wände der Aushub mit annähernd senkrechten Baugrubenböschungen erfolgen.

Die Schüler/innen konnten die fertiggestellten Baugrubensicherungen und Gründungselemente (beide nach dem Düsenstrahlverfahren), die laufenden Wasserhaltungsmaßnahmen sowie die Arbeiten zur Herstellung der Verankerungen besichtigen. Ing. Christoph Aichholzer stellte die Verfahren auf Grundlage von Planunterlagen dar und erläuterte ebenso die Besonderheiten und Schwierigkeiten eines Projektes dieser Größenordnung in bebautem Gebiet.

Wir bedanken uns bei den Bauherren (9022 Projektmanagement GmbH), der Firma Swietelsky Bau GmbH (Ing. Christof Aichholzer), der ÖBA (Hr. Drago Kulis) sowie dem baubegleitenden Geotechniker Dipl.-Ing. Andreas Knittel für die großartige Möglichkeit, eine Baugrube dieser Dimension besichtigen zu können.

Christof PRASCHNIG