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Diplomarbeiten 2012

Stefanie Scheriau und Nathalie Zraunig

Die Zirbe - Grenzgängerin mit Charakter

Diplomarbeit von Stefanie Scheriau und Nathalie Zraunig

Gesundheit und Wohlbefinden, wohl zwei der wichtigsten Faktoren im menschlichen Leben, werden durch die eingelagerten, positiv wirkenden Holzinhaltsstoffe der Zirbe nachhaltig gefördert. Der häufigeren Verwendung dieser Holzart steht ein vorab wertendes Urteil im Wege. Viele Menschen assoziieren mit dieser Holzart: Zirbenstuben, alte Bauernschränke, Wandverkleidungen und grundsätzlich rustikale Möbel.

Ein wesentlicher Gesichtspunkt unserer Arbeit ist es, das Klischee zu widerlegen und die Verwendung der Zirbe neu zu interpretieren, um von der „pseudorustikalen“ Bauart wegzukommen.

Ziel unserer Arbeit ist es ein Raumaccessoire zu entwerfen, welches vielseitig und in verschiedenst eingerichteten Innenräumen Platz finden kann. Dabei wollen wir, dass auch Personen, welche in einen modern ausgestatteten Haus leben, die gesundheitlichen Vorteile dieser einzigartigen Holzart genießen können. Um gleichzeitig ein modernes Design und die positiven Eigenschaften der Zirbe zu kombinieren, ist es uns ein Anliegen die eingesetzen Holzflächen so klein wie möglich zu halten. Aus einem einzigen Grund, da diese Holzart in ihrem Aussehen (viele Äste) sehr schnell rustikal wirken kann.

Im Speziellen haben wir uns mit der Entwicklung eines modernen Lampendesigns bzw. Wandgestaltung befasst, welche aus einzelnen Furnierstreifen besteht. Alleine durch die Veränderung der Dimensionen und Ebenen erhält man unzählige Strukturformen. Durch den zusätzlichen Einsatz von modernster LED- Technik sind spannende Licht-, Schatten-Effekte möglich.

Betreuer:

Prof. Arch. DI Georg Zimmermann mit FOL Dipl.- Päd. Kurt Bernsteiner

Faltbare Notunterkunft

Diplomarbeit von Florian Engl und Markus Steger

Gegenstand der Arbeit ist eine faltbare Notunterkunft erstellt nach konstruktions bionischen Prinzipien unter Einsatz strukturbionischer Mechanismen. Unsere erarbeitete Unterkunft soll für die Betroffenen, der erste Schritt beim Aufbauen einer neuen Existenz sein. Anfängliche Vorstellungen über Raumlösung, Platzbedarf, Gewicht sowie Auf-bzw. Abbau, wurden bis zum Schluss verfolgt.

Bedingt durch die Raumhöhe von 200cm, die Kreisform und den erhöhten Boden ergab sich eine Breite des Bodens von 130 cm und eine Greifzone im mittleren Bereich von 210cm.Die Notunterkunft fungiert als Notlösung so soll die komplette Bodenfläche als Schlaffläche genutzt werden. Durch den erhöhten Gehbereich liegt man jedoch nicht direkt auf dem Erdboden. Die Raumlösung umhüllt die Betroffenen vollständig und erzeugt ein Gefühl von Sicherheit.

Eine interessante Raumbeschreibung entsteht, wenn 4 Segmente spiralförmig aneinander gereiht werden. Diese umschreiben einen Innenhof, welcher zusätzlich einen geschützten Außenbereich bietet.

Die entwickelte Notunterkunft könnte von nationalen und internationalen Hilfsorganisationen bei ihren Einsätzen verwendet werden. Die faltbare Raumlösung ist nicht nur als Notunterkunft einsetzbar, sondern kann auch als Event- sowie Ausstellungsraum genutzt werden. Dadurch ist eine universelle Anwendbarkeit gegeben.

Betreuer: OStR Prof. Mag.art. Anton Hrovath mit Vl. Dipl.-Päd. Dipl.-HTL-Ing. Bernhard Santner

Externer Betreuer: D.ID.Mag. Peter Piccottini

Pausenmöbel - school as home

Diplomarbeit von Elisabeth Jessenitschnig und Markus Melcher

Ziel unserer Diplomarbeit war es, den Lebensraum in der Schule außerhalb der Unterrichtszeiten mittels neuartigen und bequemen Einrichtungsgegenständen wohnlicher zu machen. Es sollte so ein verbessertes Schulklima entstehen, um einerseits die Beziehungen zwischen Schülern aus verschiedenen Schulstufen zu fördern und andererseits Möglichkeiten für die alltäglichen Pausenaktivitäten zu schaffen.

Zudem versuchten wir, Raumkonzepte und Möbel entstehen zu lassen, welche an verschiedenen Standorten flexibel eingesetzt werden und an bestehende Gegebenheiten angepasst werden können.

Eine umfangreiche und intensive Grundlagenforschung über Allgemeines zur Schulpause, zu modernen Schulen, zur Ergonomie und zu den Gestaltungsgrundsätzen bildete das Fundament für unsere nachfolgenden Ideen und Entwürfe.

Die Idee entstand einerseits durch ausgiebige Formstudien im Internet und in der Literatur und andererseits durch freie Entwurfsphasen sowie kritische Verbesserungen. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit beschäftigte sich mit der Materialfindung, welche sich als äußerst schwierig darstellte. Die besonderen Anforderungen führten uns zu neuartigen, innovativen Materialen. Um mit diesen vertraut zu werden, stellten wir eigene Prüf-und Forschungsobjekte des vermeintlichen Aufbaus her. Zudem setzten wir uns mit verschiedensten Firmen aus der Wirtschaft in Verbindung, um uns über deren Produkte beraten zu lassen.

Die verschiedenen Funktionen und Einsatzbereiche unseres Entwurfes werden in den folgenden Seiten mittels anschaulichen Visualisierungen und Plandarstellungen dargestellt und beschrieben. Zudem wurde auch die Herstellung unseres Prototyps genauestens dokumentiert und in einem eigenen Kapitel veranschaulicht.

Betreuer: Arch. DI. Peter Klammer